"wir sind friedlich, was seid ihr?!"

g20 und kein ende. jedenfalls nicht für diejenigen, die dabei waren und teils szenen erlebten, die nachhaltig traumatisierten, das vertrauen in staat und polizei erschütterten. schlimmer noch, das vertrauen in die eigene wahrnehmung. denn glaubt man den darstellungen der diskursführenden politiker, so hat es in hamburg keine gewalt seitens der polizei gegeben.

viele, die an diesem wochenende friedlich demonstriert haben oder auch nur ihrer pflicht der dokumentation nachgekommen sind, haben anderes erlebt. darüber zu sprechen ist schwer. im privaten sowie im öffentlichen. von vielen bekommt man zu hören, man sei ja selbst schuld, wenn man der polizei bei ihrer „arbeit im weg gestanden" hätte oder wird gleich nach dem schwarz-weiss-prinzip als randalinski und steineschmeisser abgeurteilt.

10.000 menschen wissen es besser. sie haben erlebt, wie friedlicher protest mit roher gewalt in form von wasserwerfern, pfefferspray und schlagstöcken zum schweigen gebracht wurde. nicht wenige am eigenen leib.

„wir sind friedlich, was seid ihr?“ ist der sprechchor, der mir von dem wochenende am stärksten im gedächtnis geblieben ist. er war meine einzige waffe, wie auch die vieler anderer. an diese richtet sich der ref. artikel von emily laquer. und auch an alle, die inzwischen vielleicht bereit sind, die ereignisse kritischer und differenzierter zu betrachten als z.b. ein olaf scholz.

differenzierung und dialog statt verleugnung und hetze!

G20

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1058570.an-alle-die-gegen-die-g-auf-der-strasse-waren.html

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