zu Festnetzzeiten war es auch nicht besser

Auch das Festnetz-Telefon hatte bei manchen Personen schon oft den Vorrang vor einem persönlichen Gespräch. Ich habe es manches mal erlebt, dass ich einen Termin mit jemandem hatte, in dessen Büro ich vor dem Schreibtisch saß und er pausenlos telefonierte. Einmal ließ mich jemand zu einer Beratung kommen. Nach 45 Minuten Autofahrt war ich da und wir konnten anfangen. Kaum waren wir im Gespräch, da klingelte sein Telefon. „Entschuldigung…“ und mein Gegenüber ging ran. Es dauerte 5 Minuten, dann war er wieder "für mich da“. Kaum unterhielten wir uns weiter, da klingelte es wieder. Die gleiche Prozedur. Diesmal hörte ich 15 Minuten zu. Dann schrieb ich auf einen Zettel „ich rufe Sie lieber an, dann habe ich bessere Chancen auf ein Gespräch“ und ging.

Es ist eben eine Stil-Frage, ob man jemandem in ein Gespräch quatscht, Telefonate annimmt oder ständig nach dem Mobile greift. Nur heute muss man nicht mehr hinter dem Schreibtisch dafür sitzen, das Telefon ist jederzeit und überall verfügbar. Allerdings hatten damals auch viele Menschen den Anstand, das Telefon abzustellen, wenn man in einem persönliche Gespräch war. Vielleicht bürgert sich das bei den Handys auch mal ein. Sonst sende ich meinem Gegenüber eine SMS: "ich rufe lieber an, dann habe ich bessere Chancen auf ein Gespräch“

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